Wanderausstellung · Juni 2026 · Landkreis Gießen
Rechter Terror in Hessen
Eine Wanderausstellung über Orte rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in unserem Bundesland – und ein digitales Begleitangebot für Schüler:innen, Besucherinnen und Besucher.
Worum es geht
Die Ausstellung „Rechter Terror in Hessen“ dokumentiert Tatorte rechter Gewalt in Hessen, benennt zentrale politische Motive rechter Gewalttaten und sensibilisiert dafür, dass rechter Terror kein abstraktes oder entferntes Problem ist, sondern direkt vor unserer Haustür stattfindet. Darüber hinaus beleuchtet sie die Auswirkungen rechter Gewalt auf Betroffene und zeigt die Kontinuität rechten Terrors in Hessen auf.
Konzipiert wurde die Ausstellung von den Politikwissenschaftler:innen Yvonne Weyrauch und Sascha Schmidt. Sie beruht auf dem Buch „Rechter Terror in Hessen – Geschichte, Akteure, Orte“ (Wochenschau Verlag, 2023). Veranstalter sind das DGB Bildungswerk Hessen e.V., der DGB Kreisverband Gießen, zahlreiche Demokratiebündnisse und weitere Institutionen aus den Landkreisen Gießen und Vogelsberg – mit Unterstützung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.
Dieses Begleitmaterial ersetzt nicht die Ausstellung, sondern bereitet auf den Besuch vor und hilft, das Gesehene einzuordnen. Lokale Bündnisse dürfen es frei nutzen und an ihren Standort anpassen.
Termine & Orte
Die Ausstellung im Landkreis Gießen
Im Juni 2026 ist die Ausstellung an vielen Orten zu sehen. Hier finden Sie alle Stationen – falls ein Termin nicht passt, ist ein anderer vielleicht in Ihrer Nähe. Die Organisation vor Ort übernehmen jeweils unterschiedliche Initiativen.
- 06.06.Gießen, Kirchenplatzab 11 Uhr · nicht bei Regen oder windigem Wetter
- 08.–11.06.Gießen, UniversitätsbibliothekOtto-Behagel-Str. 8, Phil 1, Ausstellungsraum · tägl. 10–18 Uhr
- 09.06.Buchvorstellung & Autor:innengespräch18:30 Uhr · JLU Gießen, Phil 1, Alter Steinbacher Weg 44, Seminargebäude 2, Raum 12
- 12.–14.06.Laubach-Gonterskirchen, Alte SchuleMarburger Str. 7 · Fr ab 18 Uhr Vernissage mit den Autor:innen, Sa & So 14–18 Uhr
- 15./16.06.Biebertal, Bürgerhaus Rodheim (kleiner Saal)Mühlbergstraße 11 · jeweils 10–19 Uhr
- 17./18.06.Wettenberg-Wißmar, KuKuK-HalleGoethestraße 4b · Mi 16–19 Uhr, Do 15–22 Uhr, ab 19 Uhr Finissage
- 19.06.Pohlheim, Adolf-Reichwein-SchuleFortweg 5 · 8:30–13 Uhr · bitte im Sekretariat anmelden
- 19.06.Pohlheim-Grüningen, vor der ev. Kirche15–18 Uhr · bei schlechtem Wetter in der Kirche
- 20.06.Grünberg, Marktplatzab 10 Uhr · bei schlechtem Wetter im Barfüßerkloster
- 21.06.Mücke, FaireinsheimUntergasse 3 · 10–16 Uhr
- 26./27.06.Staufenberg, Vitale MitteFr 11–21 Uhr & Sa 9–19 Uhr · Sa 14 Uhr Autor:innengespräch
- 28.06.Rabenau-Londorf, Museum der RabenauBrodbachstraße 2, 35466 Rabenau · 9–19 Uhr
Für aktuelle Informationen zum jeweiligen Standort nutzen Sie bitte das Informationsangebot des örtlichen Veranstalters.
Den Opfern einen Namen geben
Wir erinnern an die Menschen
Hinter jeder Tat stehen Menschen – mit Namen, mit Geschichten, mit Familien. Das Buch zur Ausstellung ist diesen Menschen gewidmet. Erinnern beginnt damit, ihre Namen zu nennen und sie nicht zu vergessen.
- Josef Arnold
- Walter Wehrli
- Nguyễn Ngọc Châu
- Đỗ Anh Lân
- Eine dreiköpfige Familie aus Sri Lanka
- Blanka Zmigrod
- Ali Bayram
- Piotr Kania
- Enver Şimşek
- Dorit Botts
- Jeremiah Duggan
- Halit Yozgat
- Charles Werabe
- Walter Lübcke
- Gökhan Gültekin
- Sedat Gürbüz
- Said Nesar Hashemi
- Mercedes Kierpacz
- Hamza Kurtović
- Vili Viorel Păun
- Fatih Saraçoğlu
- Ferhat Unvar
- Kaloyan Velkov
Die letzten neun Namen sind die Menschen, die am 19. Februar 2020 beim rassistischen Anschlag in Hanau ermordet wurden. Ihre Angehörigen kämpfen seither dafür, dass diese Namen nicht vergessen werden.
Orte in Hessen
Eine Zeitleiste – von 1951 bis 2020
Die Ausstellung dokumentiert Orte über mehrere Jahrzehnte hinweg. Diese Zeitleiste folgt den in der Ausstellung gezeigten Orten. Sie zeigt: Rechter Terror ist kein neues Phänomen – und er geschah nicht an fernen Orten, sondern in hessischen Städten und Dörfern. Auch ganz in unserer Nähe, mitten im Landkreis Gießen.
- April 1951 · Wald-Michelbach (Kreis Bergstraße)Antikommunistische „Partisanenarmee“
Am Ortsrand betrieb die rechte paramilitärische Truppe „Technischer Dienst“ (Bund Deutscher Jugend) ein geheimes Schulungszentrum. Überwiegend ehemalige SS- und Wehrmachtsangehörige bereiteten sich auf einen bewaffneten Untergrundkampf vor und führten „Feindeslisten“ mit Namen von SPD-, Gewerkschafts- und Pressevertreter:innen.
- ab 1975 · Schwarzenborn (Schwalm-Eder-Kreis)Keimzelle des rechten Terrors
Das „Haus Richberg“ des Neonazis Manfred Roeder wurde zu einem bundesweit bedeutenden Treffpunkt für Neonazis und Rechtsterroristen. Von hier gingen unter anderem die „Deutschen Aktionsgruppen“ aus, die 1980 mehrere Sprengstoffanschläge verübten.
- November 1979 · Rasdorf (Kreis Fulda)Anschlag auf die Grenzanlage
Rechtsterroristen sprengten an der damaligen innerdeutschen Grenze über 40 Meter Grenzzaun. Die Täter stammten vermutlich aus dem Umfeld des Wiesbadener Rechtsterroristen Peter Naumann.
- 12. Januar 1980 · FrankfurtGewalt an der Katharinenkirche
Neonazis der Gruppe „Sturm 7“ griffen an der Hauptwache Gegendemonstrant:innen und Passant:innen an und verletzten zehn Menschen. Unter den Tätern waren später bekannt gewordene Rechtsterroristen.
- 2. Januar 1982 · DarmstadtAntiziganistischer Sprengstoffanschlag
Auf ein Wohnhaus, in dem Roma-Familien mit ihren Kindern lebten, wurde ein Sprengstoffanschlag verübt. Beim Verlassen des Hauses wurden die Bewohner:innen mit Steinen und rassistischen Parolen angegriffen.
- 2. August 1982 · Rodgau Nieder-Roden (Kreis Offenbach)Neonazistische Geiselnahme
Der Neonazi Stefan Wagner schoss aus seiner Wohnung auf Passant:innen und nahm kurzzeitig Geiseln, die er wieder freiließ. Auf der Flucht vor der Polizei nahm er sich das Leben.
- 13. Dezember 1982 · Butzbach (Wetteraukreis)Antiamerikanischer Bombenterror
Die rechtsterroristische „Hepp-Kexel-Gruppe“ verübte Sprengstoffanschläge auf eine US-Wohnsiedlung – zeitgleich auch in Darmstadt. Sie richtete sich gegen die als „Besatzer“ verstandene US-Armee.
- 12. März 1989 · Römerberg, WiesbadenBrandanschläge und Angriffe auf die SPD
In der Nacht vor den Kommunalwahlen verübten Neonazis Brandanschläge auf SPD-Gebäude. Die Tat reihte sich in eine Serie rassistischer Brandanschläge in Wiesbaden ein, die sich gegen Wohnhäuser von Migrant:innen richteten.
- 31. Januar 1992 · Lampertheim (Kreis Bergstraße)Brandanschlag auf eine Asylunterkunft
Bei einem Brandanschlag auf eine Unterkunft für Asylsuchende starb eine dreiköpfige Familie aus Sri Lanka: das Ehepaar Mohideen Mohamed Mulatta und Mohideen Nelofa Zeenai sowie ihr 13 Monate altes Kind. Sie gelten als die ersten Todesopfer rechter Gewalt in Hessen.
- 23. Februar 1992 · Frankfurt/MainErmordung einer Shoah-Überlebenden
Die 68-jährige Jüdin und Shoah-Überlebende Blanka Zmigrod wurde vom schwedischen Rechtsterroristen John Ausonius ermordet.
- 23. November 1992 · WiesbadenRassistischer Messerangriff
Am Hauptbahnhof verletzte ein Neonazi einen kurdischen Asylsuchenden lebensgefährlich; das Opfer überlebte. Der Täter war Stephan Ernst – Jahrzehnte später der Mörder des Regierungspräsidenten Walter Lübcke.
- 18. Februar 1994 · DarmstadtRassistischer Mord an Ali Bayram
Ali Bayram, 50, wurde in seiner Wohnung durch die geschlossene Tür erschossen, nachdem er seine Tochter in Sicherheit gebracht hatte. Seine Tochter Aslı wurde verletzt; die übrige Familie überlebte durch seine schnelle Reaktion.
- 6. November 1994 · Rotenburg an der FuldaTödlicher Angriff auf Piotr Kania
Der aus Polen stammende Punk Piotr Kania wurde am Bahnhof von einem rechtsgesinnten Bundeswehrsoldaten getötet. Die Tat gilt bis heute amtlich nicht als politisch motiviert.
- 17. August 2001 · FuldaMord an Dorit Botts
Dorit Botts wurde an ihrem 54. Geburtstag in ihrem Laden von einem 18-jährigen Neonazi getötet – als „Aufnahmeritual“ einer Neonazi-Organisation.
- 6. April 2006 · KasselNSU-Mord an Halit Yozgat
Halit Yozgat wurde in seinem Internetcafé vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordet – einer rechtsterroristischen Gruppe, deren Mordserie erst 2011 aufgedeckt wurde.
- 20. Juli 2008 · Neuenhainer See (Schwalm-Eder-Kreis)Gewalt gegen ein Jugend-Zeltlager
Vermummte Neonazis griffen frühmorgens ein Zeltlager einer Jugendorganisation an und verletzten eine schlafende 13-Jährige und ihren älteren Bruder schwer.
- Winter 2009/2010 · Gießen & WetzlarAngriffe auf politische Gegner In unserem Landkreis
Direkt vor unserer Haustür: Neonazis griffen das Kulturzentrum „AK44“ in Gießen an und verübten in Wetzlar einen Brandanschlag auf das Wohnhaus eines Mannes, der sie zuvor interviewt hatte – während fünf Familienmitglieder schliefen.
- 23. Oktober 2014 · LimburgTod von Charles Werabe
Charles Werabe, der 1972 als Kind aus Ruanda nach Deutschland gekommen war, wurde in einer Obdachlosenunterkunft von Mitbewohnern aus rassistischem Motiv getötet. Er ist offiziell als Todesopfer rechter Gewalt anerkannt.
- 14. Oktober 2015 · Lohfelden (Kreis Kassel)Hetze gegen Walter Lübcke
Bei einer Bürgerversammlung setzte sich Regierungspräsident Walter Lübcke für die Aufnahme Geflüchteter ein. Ein Video davon machte ihn in der rechten Szene zur Hassfigur. Knapp vier Jahre später wurde er ermordet.
- 6. Januar 2016 · Lohfelden (Kreis Kassel)Rassistischer Messerangriff
Der 22-jährige Asylsuchende Ahmed I., der vor dem IS aus dem Irak geflohen war, wurde hinterrücks mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Er überlebte.
- Januar–September 2019 · Taunusstein-Hahn (Rheingau-Taunus)Angriffe auf vermeintlich Geflüchtete
Ein Mann beschoss mehrfach Menschen, die er für Geflüchtete hielt, mit einer Präzisionsschleuder. Im September traf er einen 25-jährigen Syrer am Kopf.
- 22. Juli 2019 · Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis)Rassistischer Mordversuch an Bilal M.
Bilal M., 26, überlebte nur knapp, als ein 55-Jähriger aus rassistischem Motiv aus seinem Auto auf ihn schoss. Der Täter nahm sich danach das Leben und hinterließ ein Bekennerschreiben mit nationalsozialistischer Gesinnung.
- 19. Februar 2020 · HanauRassistischer Anschlag
Bei einem rassistischen Anschlag wurden neun Menschen ermordet: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.
- 21. Juni 2020 · KasselRassistischer Mordversuch
Der Minicar-Fahrer B. Efe wurde von einem Fahrgast rassistisch beschimpft und mit einem Messer schwer verletzt. Er überlebte; der Täter blieb unbekannt.
Diese Kurzbeschreibungen sollen nicht die Ausstellung ersetzen. Die Tafeln vor Ort erzählen die Geschichten ausführlicher und genauer. Nehmen Sie sich Zeit, sie zu lesen.
Begriffe verstehen
Worte, die in der Ausstellung vorkommen
Manche Begriffe klingen ähnlich, bedeuten aber Verschiedenes. Hier sind sie kurz und klar erklärt.
Rechtsextremismus
Eine politische Haltung, die Menschen nicht als gleichwertig ansieht. Rechtsextreme lehnen die Demokratie ab und teilen Menschen nach Herkunft, „Rasse“ oder Religion in „wertvoll“ und „weniger wert“ ein. Das widerspricht dem Grundgesetz, in dem steht: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Rechtsterrorismus
Gewalt – bis hin zu Mord –, mit der rechtsextreme Täter Angst verbreiten und die Gesellschaft einschüchtern wollen. Die Ausstellung zeigt, dass es solche Taten in Hessen seit Jahrzehnten gibt.
Rassismus
Die Vorstellung, Menschen seien wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Sprache unterschiedlich viel wert. Rassismus zeigt sich in Worten, in Ausgrenzung – und im schlimmsten Fall in Gewalt.
Antisemitismus
Feindschaft gegen Jüdinnen und Juden. Antisemitismus hat eine lange, furchtbare Geschichte und führte im Nationalsozialismus zum Massenmord an Millionen Menschen. Auch heute gibt es ihn noch.
NSU
Abkürzung für „Nationalsozialistischer Untergrund“ – eine rechtsterroristische Gruppe, die zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen ermordete, darunter Halit Yozgat in Kassel. Die Taten wurden erst 2011 als rechtsextreme Mordserie erkannt.
Erinnerungskultur
Die Art, wie eine Gesellschaft an wichtige – auch schmerzhafte – Ereignisse erinnert: durch Gedenktage, Denkmäler, Ausstellungen wie diese. Erinnern hilft, aus der Vergangenheit zu lernen.
Zivilcourage
Der Mut, in Alltagssituationen für andere einzustehen – zum Beispiel etwas zu sagen, wenn jemand beleidigt oder ausgegrenzt wird. Zivilcourage muss nicht gefährlich sein: Oft genügt es, hinzusehen, Betroffene anzusprechen und Hilfe zu holen.
Demokratie
Eine Gesellschaftsform, in der alle Menschen die gleichen Rechte haben und gemeinsam entscheiden. Demokratie lebt davon, dass Menschen mitmachen, andere Meinungen aushalten und Schwächere schützen.
Rundgang durch die Ausstellung
Aufgaben für deinen Besuch
Diese Aufgaben begleiten dich vor, während und nach dem Rundgang – allein, mit der Familie oder als Schulklasse. Du kannst deine Antworten direkt hier eintippen und am Ende ausdrucken oder als PDF speichern. Die Eingaben werden nicht gespeichert – drucke sie aus, wenn du sie behalten möchtest.
1 Vor dem Rundgang
Was fällt dir ein, wenn du den Begriff „rechter Terror“ hörst? Schreibe drei Gedanken auf.
Schau dir die Zeitleiste oben an. Was überrascht dich? Was hättest du nicht erwartet?
2 Während des Rundgangs
Such dir einen Ort aus, der dich besonders berührt. Wo ist er? Was ist dort passiert?
Die Fotos zeigen die Orte, wie sie heute aussehen – oft ganz unscheinbar. Warum wurden die Orte wohl heute fotografiert, statt die Taten selbst zu zeigen?
Notiere den Namen einer Person, an die erinnert wird, und – wenn die Tafel etwas darüber sagt – etwas über ihr Leben.
3 Nach dem Rundgang
Einer der Orte liegt mitten in unserem Landkreis (Gießen/Wetzlar). Was bedeutet es für dich, dass so etwas auch ganz in der Nähe geschehen ist?
Was kann jede:r Einzelne tun, damit so etwas nicht wieder geschieht? Sammle Ideen.
Welche Frage ist nach dem Besuch in dir offen geblieben?
Für Lehrkräfte und Gruppenleitungen: Die Aufgaben eignen sich für Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit und für eine anschließende Gesprächsrunde. Es ist wichtig, nach einem so schweren Thema Raum für Gefühle und Fragen zu lassen.
Aus dem Erinnern wird Handeln
Was kann ich tun?
Erinnern ist wichtig – aber es bleibt nicht beim Erinnern. Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einmischen. Hier sind konkrete Möglichkeiten, auch für Jugendliche.
Hinsehen & Haltung zeigen
Wenn jemand beleidigt oder ausgegrenzt wird: nicht wegschauen. Schon ein „Hör auf damit“ oder das Ansprechen der betroffenen Person kann viel bewirken.
Hilfe holen
Zivilcourage heißt nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Erwachsene, Lehrkräfte oder die Polizei zu holen ist mutig und richtig.
Mitreden & wählen
Informiere dich, diskutiere mit, geh wählen, sobald du darfst. Auch in der Schule, im Verein und online zählt deine Stimme.
Mitmachen vor Ort
In den Landkreisen Gießen und Vogelsberg engagieren sich viele Demokratiebündnisse – z. B. Gießen bleibt bunt, Pohlheim ist menschlich, Laubach steht auf, Das Lumdatal bleibt bunt, Mücke bleibt bunt, Grünberg für Demokratie und Toleranz, Wettenberg bleibt bunt und das Aktionsbündnis Biebertal. Schließen Sie sich an.
Du bist nicht allein
Hilfe & Beratung
Wenn dieses Thema dich belastet, wenn du selbst Diskriminierung oder Gewalt erlebt hast oder jemanden kennst, dem das passiert ist: Es gibt Menschen, die zuhören und helfen – kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym.
response.
Beratung für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Hessen. Standorte in Frankfurt und Kassel, mobil in ganz Hessen.
Beratungsnetzwerk Hessen
Demokratiezentrum Hessen – Anlaufstelle gegen Rechtsextremismus, mit Sitz in Marburg (in unserer Region).
Vorfälle melden
Rechte und rassistische Vorfälle können – auch anonym – online gemeldet werden über die Plattform „hessen schaut hin“.